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Tipps zum Sehen, Zuhören, Diskutieren

Worum geht es im »Kapital« von Karl Marx
und für wen ist es heute gefährlich?

15. Februar 2021 | 18:30 bis 20:00 Uhr
Zoom-Vortrag von Ulf Brandenburg mit anschließender Diskussion
Analysiert man die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 2 Jahre, so zeigt sich, dass die sogenannte Corona-Krise tatsächlich die auf die »Finanzkrise« 2007-2009 folgende nächste zyklische kapitalistische Wirtschaftskrise ist. Der Corona-Ausbruch verstärkt den Effekt bloß und legt dabei unbarmherzig die Schwächen unseres wirtschaftlichen, sozialen und politischen Systems frei. Liegt es dann nicht nahe – wie bei der letzten erwähnten Wirtschafts- und Finanzkrise – Karl Marx' Analysen der ökonomischen, sozialen und politischen Bewegungsgesetze des Kapitalismus genauer zu kennen und stärker zu nutzen, um die offenkundigen Schwächen zu analysieren und Lösungen zu finden?
Tatsächlich bietet sich das gegenteilige Bild. Obwohl Marxens Auffassungen immer wieder in öffentlichen Debatten auftauchen, wird er aus der offiziellen und wissenschaftlichen Debatte rausgehalten. Ja, die Beschäftigung mit ihm und seinen Theorien wird zunehmend kriminalisiert, wie z.B. die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die MASCH zeigt.
Der Vortrag von Ulf Brandenburg gibt einen kurzen Überblick über die Inhalte des »Kapital« von Karl Marx und diskutiert, wer das Buch wohl heutzutage zu fürchten hat. Der Autor engagiert sich seit 40 Jahren in der MASCH Hamburg, u.a. in Kapital-Lesekreisen.
Die Veranstaltung kann coronabedingt nur als reine Online-Veranstaltung stattfinden. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Anmeldung über eine Mail an info@masch-hamburg.de bis 13.2.2020. Der Link für das Seminar wird bis zum 14.2.2021, 18.00 Uhr versandt sein. Der von uns gesendete Link installiert (falls nicht schon vorhanden) nach Anklicken das Programm »Zoom« und öffnet die Video-Konferenz.
Für alle, die mit »Zoom« noch nicht vertraut sind, hier der Link zu einer YouTube-Anleitung. Mikrophon und Kamera (beides häufig im PC eingebaut) sollten für die Diskussion oder Nachfragen aktivierbar sein.

’68 – Was ist die Geschichte hinter der Geschichte?
Ehemalige 68er mit Bezug zu Hamburg haben die Website sds-apo68hh.de – Jahre der Revolte. Informationen und Diskussion zu 1968 und heute – ins Netz gestellt, die sie wie folgt einleiten: »Dies ist eine Plattform der Erinnerung, der Dokumente und – so unser Ziel – der erhellenden Debatte über das, was uns vor 50 Jahren gemeinsam bewegt hat und was man heute daraus lernen könnte. Wir, ehemalige linksradikale Aktivisten – man nennt sie auch die ›68er‹ – haben uns in Hamburg zusammengefunden, um die Gründe für unseren damaligen begrenzten Aufstand, aber auch uns selbst zu hinterfragen. Wir wollen Informationen auch für all jene liefern, die sich noch heute oder morgen für diesen kurzen, aber die deutsche Nachkriegsgeschichte mitprägenden Zeitabschnitt interessieren. Im besten Falle bereichert unsere Website die wissenschaftliche Forschung und beeinflusst ein gerechtes Urteil darüber in der Zukunft.«

Gegen das Vergessen
Anlässlich des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 hat das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. eine Onlineveranstaltung am 24.1.2021 organisiert, die auf Youtube angeschaut werden kann: https://www.youtube.com/watch?v=FLiPS--kqus. Beteiligt waren die Überlebenden Esther Bejarano und Éva Fahidi-Pusztai, die Regisseurin Eva Stocker, die Schauspielerin Sylvia Wempner und der Schauspieler und Gewerkschafter Rolf Becker. Ihre Botschaft, die zugleich das Motto des Auschwitz-Komitees ist, lautete: »Dass Auschwitz nicht noch einmal sei. Das Leben nach dem Überleben.«

Gegenhalten
Die aktuelle Ausgabe der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegebenen Zeitschrift LuXemburg zeigt auf dem Titelbild die Einschusslöcher an der Synagogentür in Halle an der Saale, die den Schüssen standgehalten hat. Aber – so die Redaktion – »die Bedrohung ist nicht abgewehrt. Die Anschläge der letzten Jahre haben die unmittelbare physische Gewalt mit Wucht ins Bewusstsein gerufen. Rechter Terror und rassistische Gewalt bedrohen unser Leben, unsere Politik, die Möglichkeit einer solidarischen Gesellschaft.« In dem Heft gehen die Autor*innen den Fragen nach: »Wo liegen die Ursachen? Was sind Strategien gegen Rassismus und rechte Gewalt? Wie lässt sich die Frage der Sicherheit den Rechten entreißen? Wie organisieren wir Selbstverteidigung und Solidarität? Kurz: Wie können wir kollektiv GEGENHALTEN?« Sie beleuchten zudem die Konjunktur und die Kontinuitäten rechter, rassistischer Gewalt, fragen nach Strategien des Widerstands und der Transformation und finden sie insbesondere dort, wo es lange Erfahrungen der Gegenwehr gibt: in der antifaschistischen Arbeit, in den Bewegungen gegen Rassismus und Polizeigewalt und in feministischen und dekolonialen Ansätzen, in denen Sicherheit und Gerechtigkeit untrennbar zusammengehören. Alle Artikel der Zeitschrift könnnen auch auf der Webseite www.zeitschrift-luxemburg.de/gegenhalten gelesen werden.

Homeoffice, aber wie?
Wie viele Menschen gehen seit November aufgrund der Corona-Pandemie ins Homeoffice? Welche Hinderungsgründe bestehen bei denjenigen, die dies nicht tun? Braucht es ein Recht auf Homeoffice? Diese Fragen und gewerkschaftliche Antworten darauf behandelt die Wissenschaftliche Direktorin des WSI der Hans-Böckler-Stiftung Bettina Kohlrausch in dem WSI-Systemrelevant-Podcast (www.boeckler.de/de/podcasts-22421-homeoffice-corona-29880.htm). Sie stellt unter anderem die Ergebnisse der von der Hans-Böckler-Stiftung beauftragten Erwerbspersonenbefragung vor, bei der erneut mehr als 6.100 Erwerbstätige und Arbeitsuchende online befragt wurden. Dieselben Personen hatten bereits im April und im Juni Auskunft gegeben, sodass Trends im Zeitverlauf deutlich werden.

Gegenblende
Auch das Debatten-Magazin des DGB im Internet Gegenblende (gegenblende.dgb.de) bietet diverse Postcasts an, aktuell zu den Themen »Das Jahr, in dem Merkel geht«, »Was lernen wir aus der Corona-Pandemie?« und »Gewaltprävention muss im Kindergarten beginnen«. Außerdem werden auf der Seite Artikel zur Lektüre angeboten, so zuletzt »Rechts, Links und die Gewerkschaften in den USA« von Bill Fletcher, der u.a. als leitender Mitarbeiter des nationalen Dachverbandes AFL-CIO gearbeitet hat, »Sieben Lektionen aus der Pandemie für 2021«, die der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ziehen will, und »Götterdämmerung in Washington« des niederländischen Schriftstellers und Essayisten Ian Buruma.

Über sozial-ökologischen Wandel
Am 18.12.2020 moderierte Hanno Plass, Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg, ein Gespräch mit den Sozial- und Politikwissenschaftlern Klaus Dörre und Ulrich Brand über den sozial-ökologischen Wandel. Ein zentraler Aspekt war die Frage wie gewerkschaftliche Vertretung von Arbeitnehmerinnen-Interessen zusammengebracht werden können mit den Forderungen, die etwa die Aktivist*innen von »Friday for Future« stark machen, um so schnell wie erforderlich den Klimawechsel zu stoppen. Das Gespräch kann nachgehört werden unter www.youtube.com/watch?v=WrNRBh30-7w&feature=youtu.be.

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Quelle: https://www.vorort-links.de/termine_veranstaltungen/